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Donnerstag, 6. November 2014

GDL und die "Medien"

Da veröffentlichen BILD und Focus Telefonnummer und Hausansicht vom GDL Chef... ich bin echt fassungslos!
Es ist meine persönliche Meinung, dass ich den Streik richtig und wichtig finde und jeder darf und soll sich bitte eine eigene Meinung bilden. Aber persönliche Daten zu veröffentlichen, um einen unbequemen Menschen an den Pranger zu liefern, dass geht doch echt viel zu weit!
Und das schlimmste ist, dass es immer noch Individuen gibt, den den Schund lesen. Und ja, das war polemischer Sarkasmus. Ich wollte eigentlich Idioten schreiben, aber wir wollen ja so früh am Morgen nicht direkt beleidigend werden...
Darauf aufmerksam geworden bin ich über den Blogartikel von Schlecky Silberstein und der Frau Zwerg.

Samstag, 9. August 2014

Lebst du schon oder vegetierst du noch?

Disclaimer: Folgendes Geschreibsel könnte unter Umständen Gefühle verletzen und sollte gar nicht erst gelesen werden. 

Das Ding mit der Achtsamkeit und dem Aufmerksam durchs Leben gehen ist eine wirklich alte Kiste. Siddhartha hat schon eine Menge darüber geredet und auch die 2500 Jahre danach ist es immer noch ein Thema.
Viele Ideen der Psychotherapie beziehen ihre Ansätze in dem grundlegenden Ansatz der Achtsamkeit, zum Beispiel solche Dinge wie Tagebücher, Traumtagebücher, "Dinge die heute gut waren Kisten" und auch die ganz generelle Therapiefrage "Was hat Sie heute bewegt?".

Nun ja, wirklich achtsam war meine Lebensweise bisher nicht. Mein Leben war bisher ein bisschen wie eine kleine Flucht, ich bin immer in Bewegung, viele Hobbys, viele liebe Menschen, die ich gerne treffe, einfach immer einen vollen Terminplan. Vor ungefähr einem Jahr bin ich dazu übergegangen, bewusst Freiräume in mein Leben zu packen und das war irgendwie der Beginn meiner eigenen Achtsamkeit.
Mittlerweile habe ich jeden Tag einen Zeitraum, wo ich mir bewusst eine Auszeit nehme und meditiere. Jetzt ist auch endlich wieder der Sport in mein Leben zurück gekehrt und wir geben unserer On-Off Beziehung noch eine Chance. Vielleicht die letzte, vielleicht auch nicht.
Aber, mein Leben ist besser geworden, weil ich aufmerksamer mit ihm, mir und meiner Umgebung umgehe. Mein Tag rinnt nicht mehr dahin und ich weiß, mit wem ich gestern an der Kaffeemaschine über welches Thema gesprochen habe. Dieses Bewusstsein führt dazu, dass mein Tag viel langsamer und organisierter abläuft. Ich wage sogar zu behaupten, dass ich vor einem Jahr drei bis vier To-do Listen mehr gebraucht habe.
Ich gebe zu, meditieren, aufmerksamer sein, wacher durch den Tag gehen und mehr wahrnehmen klingt jetzt nicht nach einem aufregenden Leben am Limit.
Aber dieser zombieeske Zustand, in dem sich viele Menschen befinden, die ich wirklich sehr schätze, ist auch keine wirklich Alternative. Ich bin kein Fan von #yolo und glaube an den Energieerhaltungssatz, aber trotzdem hat das Leben, das jeder von uns jetzt lebt eine bestimmte Länge und ist endlich. Wieso also nicht das Beste draus machen?
Ich kenne zu viele Leute, die keine zwei Stunden ihres Lebens für ein Theaterstück oder einen schlechten Film opfern würde, die aber jeden Abend stundenlang Zeit totschlagen, in dem sie sich vom Fernsehen berieseln lassen oder irgendwelche Lebenssimulationen spielen. Rausgehen und leben scheint da keine Option zu sein. Zu diesem wenig elitären, weil weit verbreiteten Kreis, hab ich auch lange gehört. Mittlerweile finde ich es schade, aber da meine TARDIS von einem Typ mit längerem, grauen Haar gestohlen wurde, kann ich es nicht ändern.
Ich kann nur die Gegenwart ändern, aber dafür muss ich sie erstmal wahrnehmen und nicht durch Trauer um die Vergangenheit und verpasste Chancen oder durch Planungen von neuen Chancen, die vielleicht nie kommen, aus den Augen verlieren.

Ich bin immer noch eine Gamer-Nerdine, aber mein Leben ist in Balance zwischen Spiel, Spaß, Arbeit und Verpflichtungen. Jeder muss das Leben leben, dass er leben möchte. Und damit mein ich nicht, Tausende Euro zu verdienen, auf dem Konto zu horten und keine Ahnung was.
Es hat auch nicht jeder seinen Traumjob und jeder hat mal verdammt schlechte Laune.
Aber darum geht es nicht. Es geht darum, aus grundsätzlichen Begebenheiten (sprich: Ein Dach über dem Kopf und die Möglichkeit generell Geld zu verdienen/zu bekommen) das Beste zu machen. Wenn das bedeutet, den ganzen Tag vor dem Fernseher zu sitzen, dann ist das halt so.
Wenn der Mensch glücklich und achtsam ist, dann: Yay! Genieß die Stunden vor dem Fernseher. Achtsamkeit bedeutet, sich eben nicht nur abzulenken und berieseln zu lassen.
Wenn der Mensch damit aber unzufrieden ist und mehr aus seinem Leben machen will, dann stell ich mir die Frage: Wieso tut Mensch das dann nicht? Das es darauf tausend Antworten gibt und alle im Endeffekt Ausreden sind, ist meine eigene Meinung. Und das ich keinen Bock habe, mir diese Ausreden anzuhören, ist meine eigene Entscheidung ;)

Also, an all die unglücklichen Menschen, die ihren Alltag damit verbringen, vom Leben zu träumen oder sich geskriptete mediale Leben anschauen:  Hopp hopp!!! Arsch hoch kriegen und anfangen zu leben, anstatt davon nur zu träumen.

Montag, 4. August 2014

To-do-Listen

To-do-Listen machen mich glücklich und helfen mir, die eine Trilliarden Gedanken, die immer in meinem Kopf rumschwirren zu sortieren und zu fokussieren.
Sie helfen mir, mich an all die kleinen Dingen zu erinnern, die ich zwischen Tür und Angel gesagt bekomme und die mal mehr, mal weniger wichtig sind.
Sie helfen mir, Prioritäten zu setzen und mir selber darüber klar zu werden, wie wichtig einige Zeitfresser wirklich sind.
Ich liebe sie einfach.

Die einfachste Form der To-do-Liste ist mein Einkaufszettel. Viele Dinge, viele Geschäfte und irgendwie muss ich den Überblick behalten, wenn ich auf einmal eine halbe Stunde an Duschgelen schnuppere, obwohl ich nur neue Kaffeebohnen brauchte. Ohne Liste bleibt die Hälfte im Laden, mit Liste kauf ich zwar auch viel Blödsinn, aber auch alles, was ich brauche.
Die komplizierteste To-do-Liste hängt zur Zeit an der Wohnzimmertür. Okay, eigentlich ist die Wohnzimmertür die Liste. Dort sind alle zu erledigenden Dinge auf Post-Its angeklebt, sortiert nach grünem, gelben und rotem Status.
Emails, die ich noch schreiben muss, Dinge, die eingekauft werden wollen, Menschen, die ich noch anrufen muss, Blogposts, die ich noch schreiben will, all so Kram eben.
Und das aller, aller Beste an to-Do-Listen: Ich kann sie ignorieren und den Kram einfach links liegen lassen. Alles Belastende ist aus meinem Kopf raus und nervt mich nicht mehr.
Deswegen sind solche Listen auch wunderbar, um das eigene Leben zu vereinfachen. Menschen tragen so viele Gedanken in ihren Köpfen mit sich rum. So eine to-Do-Liste oder noch besser ein Notizbuch kann einem das Leben so unfassbar einfacher machen.

Das hier ist übrigens mein Notizbuch. Es begleitet mich schon lange und beinhaltet neben ordinären Erinnerungsnotizen auch Songtexte, Ideen für Blogbeiträge und Gesprächsnotizen. Quasi ein Buch voller To-do-Listen:









Samstag, 2. August 2014

Don't Cry for Me Argentina

Erinnert ihr euch noch an die Musicalverfilmung "Evita" mit Madonna?
An den Song "Don't Cry for Me Argentina"? Auch wenn der Text nicht zur aktuellen Situation des Landes passt, musste ich an ihn denken, als ich dachte, die Nachrichten veralbern mich mal wieder.
Da sagen die doch allen Ernstes und in einem sehr nachrichtenmäßigen Tonfall, dass zwei US Hedgefonds Argentinien in die Zahlungsunfähigkeit zwingen, weil sie darauf bestehen, 1,3 Milliarden Dollar sofort zu bekommen. Und die haben behauptet, dass ein US Richter allen Ernstes eine Frist zur Zahlung gesetzt hat und diesen Akt damit unterstützt.
Ha ha, wie lustig. Würde ja bedeuten, dass die Privatwirtschaft ein Land mit der Rückendeckung der Justiz eines anderen Landes erpresst. Und zwar mit dem Druckmittel des Bankrottes.
Und damit auch noch durchkommt, weil die Staaten dieser Erde, wenn sie sich irgendwo Geld leihen müssen (und wann müssen sie das denn nicht) abhängig von Ratingargenturen sind, die - Überraschung - gewinnorientiert und privatwirtschaftlich sind.
Ich stelle mir mal wieder die Frage, wann das alles schief gelaufen ist, wieso keine harte Sanktionen gegen die Hedgefonds gefordert werden und ob da der Gedanke hinter steht "Ist ja nur Argentinien, die sind doch eh nur zweite Klasse".
Ach... wenn ich ehrlich bin interessieren mich die Beweggründe nicht, denn sie können eh nur gierig und dumm sein. Und ich reg mich eh schon genug über so einen Mist auf und ja, es macht mich auch traurig, dass wir mit all unserem Wissen, unserer Technik und unseren Abhängigkeiten voneinander immer noch nicht in der Lage sind, vernünftig miteinander umzugehen. Selbst Kindergartenkinder wissen, dass es falsch ist, anderen solange das Essen zu klauen, bis sie verhungern.
Aber da geht es auch nicht um Geld.







Samstag, 12. Oktober 2013

Neue Herausforderungen

Einige wissen ja, dass ich arbeitstechnisch seit diesem Monat ein neues Aufgabengebiet habe. Ich liebe es, es ist spannend, es ist toll, es macht Spaß. Aber es ist auch ganz anders als das, was ich vorher gemacht habe... wenn was schief geht, geht es richtig schief. So richtig, richtig, richtig schief. Früher musste ich meinen Kopp zwar für andere mit hinhalten, aber die konnte ich danach rund machen. Sich selber rund machen ist so... unschön.
Also lieber direkt alles richtig machen. Jetzt hab ich über Herrn Schtewe ein Gif entdeckt, dass die Situation einer neuen, grooooßen Herausforderung perfekt beschreibt:

Quelle auf G+